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Hilfe, Freiheit! für zu Hause.

14 Veranstaltungen, 14 {Korsakow}Filme - sie werden hier nach und nach veröffentlicht.

Alle Filme sind Korsakow-Filme, d.h. sie sind nichtlinear und bei jedem Ansehen anders - Ihr Blick, Ihre Auswahl verändert den Film. Mehr über das Korsakow-System: www.korsakow.org

| RELIGION | ARBEIT | DEPRESSION | ÜBERWACHUNG | BUNDESWEHR | SCHULE | NARRATION | COPYRIGHT | LIEBE | MAFIA | GELD | EUROPA | EVOLUTION

{Alle Filme von Florian Thalhofer und Tobias Hülswitt).
Kamera: Florian Thalhofer, Babylonia Constantinides, Franz Wanner, Gunther Kreis, Juliane Zelwies.
Schnitt: Florian Thalhofer, Karin Jacobs, Kathrine Granlund, Immo Lüdemann, Lisa Rave.}




HILFE, FREIHEIT I : RELIGION { {Korsakow}Film online }

| 31.10.08 Freiheit & ReligionReligionen: Förderer oder Verhinderer der Freiheit?
Wie vertragen sich Konzepte absoluter Wahrheit mit einer freiheitlich-pluralistischen Gesellschaftsordnung? Ist, was die Religionen mitunter als Dekadenz und Sittenverfall betrachten, womöglich eine notwendige Arbeit des Freiseins? Gibt es tatsächlich keinen Halt und keine Moral ohne die Religionen? Gibt es das überhaupt: Menschen ohne Moral? Oder anders: Wie etablieren sich in einer säkularen Welt Verantwortung und Mitgefühl? Etablieren sie sich überhaupt? Kann es Freiheit nur in festen Rahmen geben, und wie eng dürfen diese sein? Und wer ist freier: Der gläubige oder der nicht gläubige Mensch?

Mit dem Soziologen Prof. Dr. Armin Nassehi, dem Jesuitenpater Prof. Dr. Friedhelm Mennekes, einigen Gästen der Veranstaltung am 31. Oktober in München sowie Lena Mey, Mirjam Barne, Andreas Dessalermos und aus dem Uferlos, einer Kneipe in Berlin-Wedding: Bakri, Axel und Carlos Schmidt.





HILFE, FREIHEIT II : ARBEIT { {Korsakow}Film online }

| 21.11.08 Freiheit & ArbeitIn Zukunft: Welche Arbeit, um welchen Preis?
Die Notwendigkeit des Verkaufs von Lebenszeit und Leistungskraft an den Arbeitgeber, Weisungsgebundenheit und Hierarchien, Bespitzelungsskandale, Abhängigkeit und schwindende Sicherheit in der Welt der Angestellten. Entgrenzte Arbeitszeiten, Dominanz der Erwerbstätigkeit über das Privatleben, Rationalisierung des alltäglichen Lebens, immerwährender Konkurrenzkampf und Selbstausbeutung auf Seiten der Selbständigen. Leistungsdruck allerorten, auch in Kirchen und Künsten. Arbeitslosigkeit, unzureichende Bildung und Mangel an Fachkräften. Bürgergeld, fordern die einen. Bürgerarbeit die anderen. Mindestlöhne oder Flächentarife die einen, freie Hand den Unternehmen die anderen. – Wie geht es dem einzelnen in der neoliberalen Welt, und wie sieht die Zukunft der Arbeit in Deutschland aus?


Mit Daniel Häni (unternehmen mitte basel), Prof. Dr. Michael Hüther (Institut der deutschen Wirtschaft Köln) einigen Gästen der Veranstaltung am 21. November 2008 in den Kammerspielen in München sowie Tanja, Levo, Stefan und Carlos Schmidt aus dem Uferlos, einer Kneipe in Berlin-Wedding.





HILFE, FREIHEIT III : DEPRESSION { {Korsakow}Film online }

| 19.12.08 Freiheit & DepressionWieviel Freiheit verkraften wir?
Der Aufstieg der Depression zur bekanntesten Krankheit der freiheitlich-westlichen Welt beginnt laut des französischen Soziologen Alain Ehrenberg ('Das erschöpfte Selbst') in dem Moment, in dem das Modell autoritärer Verhaltenssteuerung durch die Norm persönlicher Initiative erstetzt wurde, die jeden dazu verpflichte, er selbst zu werden. Die Depression sei daher die Krankheit der Verantwortlichkeit, in der ein Gefühl der Minderwertigkeit vorherrsche. 'Der Depressive', so Ehrenberg, 'ist nicht voll auf der Höhe, er ist erschöpft von der Anstrengung, er selbst werden zu müssen.' Ist die Depression der unbedingte Preis der Freiheit? – Und was ist in den Zeiten des emanzipierten Individuums aus den Schwestern der Depression, der Psychose und der Neurose geworden?


Mit Prof. Dr. Dr. Margot Albus (Klinikum München-Ost) und Dr. Marcus Hawel (Universität Hannover), einigen Gästen der Veranstaltung wenige Tage vor Weihnachten, am 19. Dezember 2008 in den Kammerspielen in München. Ausserdem mit Philip Kovce, Helgard Müller und Carlos Schmidt aus dem Uferlos, einer Kneipe in Berlin-Wedding.





HILFE, FREIHEIT IV : ÜBERWACHUNG { {Korsakow}Film online }

| 16.01.09 Freiheit & Politik und ÜberwachungBürgerliste, Datenhandel, elektronischer Pass – wie frei ist der bundesdeutsche Bürger?
Die Sicherheit der Bundesbürger könne in Zeiten des Terrorismus nur gewährleistet werden, wenn die Beschaffung und der Austausch sicherheitsrelevanter Daten unter den zuständigen Behörden erleichtert werden. Das zumindest suggieren uns bestimmte Sicherheitspolitiker. Neue Technologien wie RFID, die Radio-Frequency Identification, die beim elektronischen Pass oder auf Krankenkassenkarten zum Einsatz kommt, Überwachungskameras oder die digitale Speicherung der Daten aller Bundesbürger in einer zentralen Liste sollen zum Erhalt der Sicherheit beitragen. – Welche Gefahren des Missbrauchs sind mit solchen Technologien verbunden? Wer hat Zugriff auf die gesammelten Daten? Merkt es der einzelne, wenn seine Daten erfasst werden? Wie gläsern sind wir bereits? Kann der Tagesablauf eines Menschen in Deutschland, auch wenn er nicht unter besonderer Beobachtung steht, komplett rekonstruiert werden?


Mit Dr. Sandro Gaycken (Chaos Computer Club) und Dr.-Ing. Bertram Nickolay (Fraunhofer-Institut für Sicherheitstechnologie), einigen Gästen der Veranstaltung in den Kammerspielen in München. Ausserdem mit Matthias Köhler, Prof. Dr. Clemens Arzt und Carlos Schmidt aus dem Uferlos, einer Kneipe in Berlin-Wedding.





HILFE, FREIHEIT V : BUNDESWEHR { {Korsakow}Film online}

| 13.02.09 Freiheit & BundeswehrWelcher Einsatz für die Freiheit?
Die Bundeswehr ist die große Unbekannte in diesem Staat. Sie ist da, und sie macht etwas. Aber was genau macht sie, und wo? Ist sie noch eine Verteidigungsarmee? Ist sie de facto noch eine Parlamentsarmee? Welchen Einfluss hat die NATO? Muss unsere Freiheit im Ausland verteitigt werden? Weiß der Durchschnittsdeutsche, wo überall in der Welt die Bundeswehr ihn verteidigt? Und gegen wen? Weiß der Gefreite, was genau er verteidigt? Wie freiwillig gehen die Freiwilligen nach Afghanistan? Seit wann und warum operiert die Bundeswehr im Ausland? Wie viele Bundeswehrsoldaten haben im Ausland ihr Leben gelassen? Und was ist der Unterschied zwischen Freiheit und (Enduring) 'Freedom'?


Mit Carolin Emcke, Reporterin und Buchautorin ('Von den Kriegen') und Klaus Reinhardt, General a.D. (ehem. Befehlshaber der KFOR-Friedenstruppe in Pristina) und Autor ('KFOR – Streitkräfte für den Frieden'). Ausserdem mit Günther Wyrwoll, Georg Pützer und Ronald Taylor.





HILFE, FREIHEIT IV : SCHULE { {Korsakow}Film –coming soon– }

| 06.03.09 Freiheit & SchuleWo lernt man die Kultur der Freiheit?
Körperbewusstsein, Konfliktfähigkeit, Kommunikationsfertigkeiten, Selbsterkenntnis und Selbstbewusstein, der bewusste Umgang mit Medien und ein Immunsystem gegen die Übergriffe eines entgrenzten Kapitalismus, Entscheidungskraft, bewusster Verzicht und die Stärke, Unsicherheiten auszuhalten – all dies zählt zu den Fertigkeiten, die Menschen brauchen, um in politischer und metaphysischer Freiheit zu leben. Wo aber lernen Kinder das Handwerk der Freiheit in einem Schulsystem, das auf bloße Stoffvermittlung und – ohne Rücksicht auf individuelle Begabungen – vereinheitlichte Leistungsmessung setzt?


Mit dem Philosophen Prof. Dr. Gernot Böhme und Michael Fritz (ehemaliger Schulleiter, heute Geschäftsführer des Transferzentrums Neurowissenschaften und Lernen der Universitätsklinik Ulm). Ausserdem mit Eva und Paris Bardeleben und Carlos Schmidt aus dem Uferlos, einer Kneipe in Berlin-Wedding.





HILFE, FREIHEIT VII : NARRATION { {Korsakow}Film online }

| 03.04.09 Freiheit & NarrationSag mir, wie Du erzählst, und ich sage Dir, wie frei Du bist.
'Wir sind Geschichten, die Geschichten erzählen', sagt Fernando Pessoa. Und wir sehen und verstehen uns und die Welt um uns herum gemäß der Geschichten, die wir erzählt bekommen und erzählen. Aristotelisch-lineare Erzählung – wie das Hollywoodkino – nimmt den Zuschauer an der Hand und führt ihn durch eine Welt der Konflikte und Katastrophen, der Entwicklungen, der Anfänge und Enden. Alles in dieser Welt gehorcht den Weisungen einer übergeordneten und von der Handlung unberührbaren Dramaturgie. Aristotelische Erzählung etabliert damit letztlich immer höheren Sinn und Notwendigkeit und negiert Zufall und Unberechenbarkeit. Nicht erst seit Ankunft des Computers und des Internets bestehen neben dieser Erzählform Traditionen eines freieren, nonlinearen, pluralistischen, mehr an Netzen und Assoziationen als an fixen Strängen und dramaturgischen Hierarchien interessierten Erzählens. Wie lange kann es autoritär-aristotelische Erzählformen in einer freiheitlich-pluralistischen Informationsgesellschaft noch geben? Bilden lineare Erzählformen die Wirklichkeit und das Denken nach oder formen sie sie? Was können diese Erzählformen, was können sie nicht, und was macht sie ökonomisch so erfolgreich? Und werden die Generationen, die mehr mit dem Internet groß werden als mit dem Fernsehen, solche Erzählformen noch schätzen?


Mit Prof. Heinz Emigholz (Filmemacher, Institut für zeitbasierte Medien an Universität der Künste Berlin) und Georg Klein (Autor, Ingeborg-Bachmann-Preisträger, 'Libidissi'). Ausserdem mit Anke Stelling, Kristof Magnusson und Florian Thalhofer.





HILFE, FREIHEIT VIII : COPYRIGHT { {Korsakow}Film –coming soon– }

| 08.05.09 Freiheit & CopyrightImmaterielle Güter zwischen Freiheit und Ökonomie
Gerne wird das Zeitalter des Internets als Ära des freien Informationsflusses gedeutet, als verwirklichte Utopie des ungehinderten Zugriffs aller auf jede beliebige Information. Wirken aber nicht Urheberrecht und Copyright dieser Utopie entgegen, indem sie den Verkehr der Immaterialgüter (z.B. Ideen, Erfindungen aller Art, Konzepte, geistige Werke und Informationen) im Sinne eines gewinnorientierten Warenhandels regulieren? Dabei stellt sich die Frage, was Vorrang hat: Der Schutz von Urhebern und Verwertungsrechteinhabern oder der Schutz bzw. die Verwirklichung der Informationsfreiheit? Und stellt das illegale Herunterladen von Musik- und Filmdateien aus dem Netz einen Akt hehren Rebellentums dar, oder steht er für eine Respektlosigkeit gegenüber der geistigen und kulturellen Leistung anderer?


Mit Christian von Borries (masse und macht, Dirigent und Musiktheoretiker) und Tim Renner (ehemals CEO von Universal Music Deutschland, heute Motor Music). Ausserdem mit Kim Boekbinder (Vermillion Lies), Jim Avignon (Noeoangin) and Ekkehard Ehlers (März).







| 13.11.2009 Freiheit & LiebeLiebe 2.0: Neue Freiheit oder neue Einsamkeit?
Das Konzept der monogamen Zweier-Langzeitbeziehung steht infrage. Es ist nur mehr so lange opportun, wie es mit Ausbildung, privater und beruflicher Mobilität und Selbstverwirklichung vereinbar ist. Partnerfindung im World Wide Web, virtuelle Kontakte und netzgenerierte Gelegenheitsverbindungen bringen eine ungekannte Vielfalt an Möglichkeiten der amourösen Verbindung. Ist es Taumel und Verwirrung – oder lebt eine neue Generation, die mit dem Internet groß wurde, eine Art vernünftige freie Liebe? Und Ist die neue Freiheit in der Liebe selbstgewählt und selbstbestimmt oder Abbild eines Wirtschaftssystems, in dem private Kontinuitäten, wie etwa die Gebundenheit an Ort und Familie, stören und Verbindlichkeiten systematisch ausgemerzt werden?
Mit Dr. Svenja Flaßpöhler, Autorin (Der Wille zur Lust; Gutes Gift- Über Eifersucht und Liebe) und Prof. Dr. med. Jürg Willi, Psychotherapeut und Autor (Die Zweierbeziehung; Psychologie der Liebe).






| 18.12.2009 Freiheit & GeldGeht das: Welt ohne Geld?
Geld ist Machtmittel und Medium, es ist die Grundlage für Handel und Gesellschaft überhaupt. Eine Welt ohne es ist kaum vorstellbar. Geld ist aber vor allem Mittel zur Politik und Gewinnmaximierung, und die vorherrschende Ideologie des Umgangs mit Geldes hat uns mit all ihren Auswirkungen die aktuelle Krise des Systems beschert. Gleichzeitig ist Geld Motor für Fortentwicklung. Ist es an der Zeit, uns vom Diktat des Geldes zu befreien und neu nachzudenken über Freiheit und Ökonomie, über die Machtverhältnisse in unserem Land und auf der Welt? Gibt es Alternativen zum vorherrschenden Modell des Geldverkehrs? Ist vielleicht das Medium selbst das Problem? Wie können wir uns befreien aus den Fängen des Geldes? Kann man Geld neu und gerechter verteilen? Ist Freiheit mit Geld bezahlbar? Braucht eine globalisierte Welt ein neues Modell für den transnationalen Geldverkehr? Kann man Geld abschaffen? Oder privatisieren?
Mit Georg Zoche (Transnationale Republik) und Prof. Michael Hüther (Institut der deutschen Wirtschaft Köln).





| 29.01.2010 Freiheit & MafiaDie stillen Autonomen dieser Welt: Werte ja, aber anders?
Organisierte Kriminalität ist ein fester Bestandteil auch der deutschen Gesellschaft geworden, das Wort Mafia ihr Synonym. Immer steht sie mit einem Bein in der legalen, bürgerlichen Welt. Sie ist nicht besiegt, sondern überall, auch in Deutschland, auf dem Vormarsch. Sie sahnt öffentliche Aufträge und EU-Gelder ab. Sie nistet sich in Freiräumen ein und unterläuft und ersetzt, wo immer möglich, den Staat. Sie stellt Ehre und 'Gerechtigkeit' über das Recht und erkennt staatliche Gewaltmonopole nicht an. Sie operiert transnational. Worin und wie radikal unterscheiden sich Wertekanon und soziale Struktur der verschiedenen Mafias von denen des Bürgertums? Welchem Begriff von Freiheit folgt mafiose Ideologie? Und wie massiv bedroht dieser Begriff unsere freiheitlich-demokratische Gesellschaftsordnung?
Mit Thomas Hauschild (Sozialethnologe an der Universität Halle und Autor (Ritual und Gewalt) und Petra Reski, Journalistin und Autorin (Mafia. Von Paten, Pizzerien und falschen Priestern).







| 26.02.2010 Freiheit & EnergieEine Frage unseres Lebensstils?
Der ungezügelte und vermeintlich freie Umgang mit Energie hat zu Klimawandel und Knappheit fossiler Ressourcen geführt. Während die Wirtschaftskrise wie ein Unwetter über die Märkte hereingebrochen ist, spüren wir die Energiekrise schon seit vielen Jahren. Die Zukunft scheint bei den erneuerbaren Energien zu liegen: Wasser, Sonne und Wind. – Da Wirtschaft und Energieverbrauch untrennbar miteinander verbunden sind, ist die Rede vom Green New Deal als Sammelbegriff für den Weg aus der Krise in aller Munde. Soll unsere zukünftige  Freiheit in weiterem Wachstum bestehen oder doch eher in einer bescheidenen Schrumpfungsökonomie? Ist die Energie- und Klima-Diskussion eine Diskussion über unseren Lebensstil und globale Gerechtigkeit oder bloß eine Frage umweltfreundlicherer Technik? Liegt die Lösung bei so ambitionierten Projekten wie Desertec, die uns Sonnenenergie aus der Wüste versprechen, oder eher in der Reduktion des Verbrauchs und der lokalen Energiegewinnung?
Mit Max Schön, Unternehmer, Präsident der Deutschen Gesellschaft CLUB OF ROME, Aufsichtsrat bei Desertec und Unternehmer und Tadzio Müller, Umweltaktivist und Politologe.